• Hallo, wir haben einen Grundofen von "Ofen innovativ" Typ SJL-CE.

    Der Ofenbauer erklärte uns, dass wir den Ofen mit 5-6 kg Holz beladen sollen und dann abbrennen lassen sollen, Schieber zu und der Raum (30m2) wäre reichlich warm. Dasselbe dann erst nach 6-8 h wiederholen.

    Obwohl der Raum sehr gut gedämmt ist, wird er damit nicht annähernd warm.

    Der Schornsteinfeger meinte, lieber weniger Holz und mehrfach nachlegen. Das widerspricht aber unserer Meinung nach dem Prinzip des Grundofens.

    Was ist nun richtig und wie bekommen wir unseren Raum warm, ohne das der Ofen Schaden nimmt.

    Mit wie viel kg/ Holzscheiten sollte man im Grundofen das Feuer anzünden, sollte man nachlegen?

    Ich hoffe, es kann uns jemand weiterhelfen.

    MfG Stephanie

  • Guten Morgen Stephanie.

    Wenn wir mal davon ausgehen dass Sie 5kg/Abbrand einlegen und das alle 8h wiederholen dann muss Ihr Ofen, sofern er richtig gebaut ist und den vorgeschriebenen Mindestwirkungsgrad von 80% einhält, 2kW leisten.

    Das ist ausreichend für einen, gut gedämmten, Raum mit einer Größe von 30m² bei Außentemperaturen von -12°C.

    Da Sie damit jetzt, wo wir noch weit weg sind von richtig tiefen Temperaturen, müssten an sich sogar zwei Abbrände reichen.

    Also entweder ist der Aufstellraum deutlich "energiehungriger" als Sie annehmen oder mit dem Ofen stimmt was nicht.

    Posten Sie doch mal die Berechnung des Ofens.

    Dann kann ich vielleicht mehr dazu sagen.

  • Guten Morgen, leider habe ich nichts zu den Berechnungen vorliegen. Welche Werte benötige ich? Da versuche ich diese noch von unserem Ofensetzer zu bekommen.

    Im Kachelofen ist auch eine Herdplatte integriert, diese befindet sich neben dem Feuerraum. Leider funktioniert das Kochen, wie wir es uns vorgestellt haben, auch nicht. Schadet es dem Grundofen, wenn wir zusätzlich Feuer anmachen und dieses dann Richtung Herd umlenken?

  • Es gilt zu unterscheiden zwischen "einen Raum aus kaltem Zustand aufwärmen" und "einen Raum warm halten". Aus kaltem Zustand aufwärmen erfordert schon einiges mehr an Holz resp. kürzere Abbrandintervalle: die Ofenoberfläche muss recht warm werden, um den Raum aufwärmen zu können. Unser GO hat z.B. Oberflächentemperaturen so um die 40 bis 60 Grad wenn der Raum aufgewärmt werden soll. Das ist auch der Grund wieso ein GO ungeeignet ist, einen kalten Raum am Feierabend schnell für ein paar Stunden gemütlich zu machen. Mehr Infos abzugeben ist nicht sinnvoll, weil die Situation und die Erwartungen unbekannt sind.

    Aus der Website von Ofen innovativ entnehme ich, dass man sich da nicht allzu viele Gedanken macht über Ofenberechnungen. Das Schwergewicht liegt einzig und allein auf der Optik und bei zahlreichen amtlichen Zertifikaten.

    Edited once, last by Robert (November 21, 2023 at 11:24 AM).

  • Ofen innovativ ist hier nur der Hersteller des Feuerraums.

    Die Berechnung und technische Konzeption des Ofens muss schon noch der Ofenbauer machen.

    Leider ist es so dass durch die geprüften Feuerräume das Gegenteil von dem erreicht wird was man durch die Prüfung erreichen wollte.

    Der Schornsteinfeger bekommt das Zertifikat und dann ist schon alles in Ordnung.

    Viel gescheiter wäre es gewesen jeden Ofen zu prüfen. Dazu hätte man aber ein radikal vereinfachtes Prüfverfahren einführen müssen.

  • Es passt alles zusammen:

    Dem Gesetzgeber ist es egal, wieviel Wärme durch den Schornstein beim Prozess verloren geht. Hauptsache ist die Abgaszusammensetzung stimmt.

    Beim Verbrennen fossiler Brennstoffe ist es ähnlich: Hauptsache ist, dass die Abgase (u.a. CO2) stimmen. Egal ist es dem Gesetzgeber, was mit der freigesetzten Wärme (aus Öl, Kohle, Gas und Uran werden täglich 350 Mia kWh freigesetzt) geschieht. Eine einfache Rechnung zeigt, wieviel Mehrwasser man mit dieser Energie täglich um 0.001 Grad (im Jahr wären dies 0.365 Grad) wärmen kann ..... und dies zusätzlich zur Sonneneinstrahlung.

  • Ich habe einen Kunden der in einem entsprechenden, sehr renommierten, Forschungsinstitut arbeitet.

    Mit dem hatte ich eine ausgedehnte Diskussion über das Thema freigesetzte Wärme.

    Der hat schlicht abgestritten dass freigesetzte Wärme bei der, unleugbaren, Erwärmung der Atmosphäre eine Rolle spiele.

    Er schiebt das, soweit menschengemacht, alles auf CO².

    Ich bin auch überzeugt dass, verschwendete Wärme auch eine, wenn auch kleinere, Rolle dabei spielt.

    Notwendige Wärme ist ja schlicht unverzichtbar.

    Der Gesetzgeber schreibt auch einen Mindestwirkungsgrad bei Holzfeuerungen (Grundöfen, Kaminöfen, Kaminen usw.) von 80% vor.

    Bei handwerklich gebauten Öfen wird das schlicht nicht kontrolliert, es reicht völlig wenn der Ofenbauer bestätigt dass das Gerät nach den Fachregeln gebaut wurde.

    Bei Kaminöfen und fertigen Heizeinsätzen wird das bei der Typprüfung gemessen.

    Aber da kann man schlicht alles messen was man will. Das schreibt man dann in die Bedienungsanleitung die kein Mensch liest.

    Kein Mensch bedient den gekauften Ofen dann in der Praxis so wie er geprüft und für zulässig befunden wurde.

  • Ich kann da nicht sehen wo überhaupt ein Zug sein sollte.

    Das schaut für mich aus wie wenn der Ofenbauer das Rauchgas direkt vom Feuerraum unter der Herdplatte zum zum Verbindungsstück (Ofenrohr) geführt hätte.

    Wenn das so ist dann ist das kein Grundofen.

    Auch als Herd nicht das gelbe vom Ei. Dort müsste die Feuerung unter der Herdplatte sein wenn das richtig funktionieren soll.

    Bilder vom Aufbau haben Sie keine? Die könnten Aufklärung bringen.

  • Forschungsinstitute sind in der Regel von der Verbrenner- oder der Atomlobby finanziert. Der Anteil CO2 unserer Atmosphäre beträgt um die 0.04% und da sollen ein paar hundertstel-% massgebend sein für die Klimaerwärmung? Abgesehen davon: wenn wir nichts verbrennen würden, würde der CO2 - Anteil nicht verändert und Wärme würde auch keine freigesetzt. Alles wäre paletti wenn da nicht die Atomgeschichte wäre. Das sind ganz üble Brüder: Bei uns wird ein AKW abgebaut: 15 Jahre Bauzeit 50 Jahre Nutzung, 10 Jahre Rückbau und keiner weiss wohin mit dem strahlenden Schmarren . Man versucht denselben den Nachfahren für ein paar 10 tausend Jahre unterzujubeln. Und das nennen die Brüder dann noch nachhaltig. Die Brennstoffgewinnung, das Umherkarren Brennstoffes und die während Jahrzehnten erfolglosen Bemühungen für ein Endlager des strahlenden Abfalls ist nach deren Meinung natürlich auch vollkommen CO2-frei.

    Herr Kern, ich bin in Rage: ich habe volles Verständnis, wenn Sie diesen Beitrag wegen potentieller Geschäftsschädigung löschen.

  • Ich kann da nicht sehen wo überhaupt ein Zug sein sollte.

    Das schaut für mich aus wie wenn der Ofenbauer das Rauchgas direkt vom Feuerraum unter der Herdplatte zum zum Verbindungsstück (Ofenrohr) geführt hätte.

    Wenn das so ist dann ist das kein Grundofen.

    Auch als Herd nicht das gelbe vom Ei. Dort müsste die Feuerung unter der Herdplatte sein wenn das richtig funktionieren soll.

    Bilder vom Aufbau haben Sie keine? Die könnten Aufklärung bringen.

    Die Herdplatte ist zuschaltbar (Hebel im Warmhaltefach). Ohne Herdplatte bleibt das Ofenrohr ungenutzt. Es werden alle Kacheln ( außer unterhalb vom Feuerraum) warm und auch der linke verputzte Teil.

    Der Feuerraum wurde extra nicht unter die Herdplatte plaziert, da es dann dort zu heiß würde, wenn man vor dem Herd steht und kocht. Das war vermutlich ein Fehler.

  • Warum sollte mich der Beitrag ärgern? Tut er nicht.

    Über Atom kann man sich lange streiten und es würde mir nicht gefallen wenn jetzt neue AKW gebaut würden.

    Aber in der derzeitigen Situation die Vorhandenen abzuschalten ist, mit Verlaub gesagt, voll bescheuert.

    Das mit dem extrem geringen Anteil von CO² in der Atmosphäre und der großen Auswirkung auf das Klima ist mir auch ein Rätsel.

    Aber sei´s drum.

    Nichts mehr zu verbrennen bringt ja auch nichts.

    Nur das verbrennen von fossilen Rohstoffen (Öl, Gas und Kohle) erhöht den CO² Anteil in der Luft.

    Das verbrennen von Holz und anderen nachwachsenden Brennstoffen spielt hingegen da keine Rolle weil beim Nachwachsen das CO² wieder aufgenommen wird.

  • Die Herdplatte ist zuschaltbar (Hebel im Warmhaltefach). Ohne Herdplatte bleibt das Ofenrohr ungenutzt. Es werden alle Kacheln ( außer unterhalb vom Feuerraum) warm und auch der linke verputzte Teil.

    Der Feuerraum wurde extra nicht unter die Herdplatte plaziert, da es dann dort zu heiß würde, wenn man vor dem Herd steht und kocht. Das war vermutlich ein Fehler.

    Ja, das ist natürlich möglich, aus dem Foto kann ich das allerdings nicht sehen.

    Baubilder würden da helfen.

  • Ach und noch was zu dem erwähnten Forschungsinstitut.

    Das ist sicher keine Lobbybeeinflusste Institution.

    Den Namen möchte ich nicht nennen den kennt aber jeder.

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