Einfluss des Spalts der Ofentuer beim Anheizen

  • Hallo,

    Ich heize mehrere alte Kachelöfen und jedesmal wundere ich mich ueber folgendes Phänomen beim Anheizen:

    - Ich kann die Ofentuer ganz auflassen; dann brennt es gut.

    - Ich kann sie aber auch ranmachen, so dass nur ein kleiner Spalt bleibt. Dann gibt es ordentlich Geräusche, die Flammen schlagen auch weiter nach vorne und es wirkt so, als wuerde mehr Luft an die Flammen kommen und das Holz schneller verbrennen.

    Aber wie kann das sein; die Öffnung wird doch verkleinert? Es kann natuerlich sein, dass die Luftmenge gleich bleibt und sich die Strömungsgeschwindigkeit erhöht. Aber damit steht dann nicht mehr O2 fuer die Verbrennung zur Verfuegung und damit duerfte mein Eindruck, dass das Holz besser verbrennt falsch sein, oder?


    VG Björn

  • da würde ich vermuten, dass bei ganz geöffneter Tür die Luft eher langsam einströmt und durch den Zug des Schornsteins gleich in den Überbrand befördert wird und daher gar nicht an das Holz kommt.

    Beim Türspalt wird die Luft durch den Düseneffekt beschleunigt und durch diesen Impuls nicht so schnell nach oben abgelenkt, sondern facht die Glut bzw. das Feuer stärker an als im ersten Fall.


    Ich habe jedenfalls bei mir im Anbrand lambda-Werte um die 8, wenn die Tür einen Spalt geöffnet ist , die dann sofort auf 5 sinken, wenn ich die Tür nach 5 min schließe (wohlgemerkt im Anbrand, im Abbrand liege ich dann be ca. 1,5-2,5).

    Wenn man das im Abbrand macht liegen die Werte deutlich niedriger, aber der Effekt ist der gleiche: Bei geöffneter Tür hohe lambda-Werte, wobei diese zusätzlich Luft aber gar nicht am Geschehen teilnimmt, sondern die Temperatur am Überbrand eher noch verringert, was sich dann nachteilig auf die Rekationsgeschwindigkeit auswirkt.


    Gruß

    Aeromane

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