Grundofen mit Absorber ohne Pufferspeicher betreiben

  • Hallo zusammen,


    nach mehreren Jahren als stiller Mitleser benötige ich nun eure Erfahrungen:


    Ich habe mir ein Einfamilienhaus Bj. 1986 (Holzständerbauweise mit massivem Keller) zugelegt, welches nun kernsaniert werden soll. In diesem Zuge werden umfangreiche Dämmmaßnahmen durchgeführt (neues Dach, Außenwände mit Vollwärmeschutz, Lüftungsanlage usw). Angestrebt wird ein Effizienzhaus 85 mit einer Heizlast von 7 kw nach Berechnung des Energieberaters.


    Die Wohnfläche nach Sanierung wird ca. 190 m² betragen und soll komplett mit Fußbodenheizung ausgestattet werden.


    Nun zu meinen Überlegungen:


    Im Haus ist derzeit eine Gasbrennwertgerät (Prinzip Durchlauferhitzer) ) aus dem Jahr 2018 installiert, welches ohne Pufferspeicher arbeitet und laut Auskunft eines Heizungsbauer auch nicht sinnvoll an eine Pufferspeicher angeschlossen werden kann.


    Die Hauptheizlast des Hauses soll ein von der Firma Kern geplanter und von mir aufgebauter Grundofen mit Absorber tragen.


    Das alte Gasbrennwertgerät würde ich gerne als Notfallheizung / Zusatzheizung für die Temperierung des Heizungswassers weiter nutzen.


    Auf dem Dach (Südseite) soll eine ca. 15 kwp große PV-Anlage installiert werden. Auch ein Batteriespeicher (ca. 10 -15 kwh) ist geplant.


    Das Brauchwasser soll in Zukunft von einer Warmwasserwärmepumpe bereit gestellt werden, die über einen Speicher mit ca. 250 – 300 Liter verfügen soll.


    Nach meinen Recherchen ist es sinnvoll, den Grundofen direkt in den Vorlauf der Fußbodenheizung zu integrieren. Ich überlege nun, ob es möglich ist den Grundofen mit Absorber auch ohne einen Pufferspeicher zu betreiben? Wenn ja, wie könnte so etwas realisiert werden? Der Grundofen liefert nach meinen Information während des Abbrands ca. 60 Grad warmes Wasser.


    Bei meinen Recherchen habe ich gesehen, dass manche Warmwasserwärmepumpe über einen Wärmetauscher für externe Wärmeerzeuger verfügen. Ist es möglich die hohen Wassertemperaturen des Grundofens während des Abbrands über den oben genannten Wärmetauscher in Speicher der WWWP zu speichern. Wie müsste der Hydraulikplan in diesem Fall aussehen?


    Ich bin gespannt auf eure Ideen und Meinungen :)


    Gruß Max

  • Hallo Herr Max,


    wenn ich sowas machen würde, dann richtig. Welchen Sinn sollte es machen, im Winter, wenn die Bude warm werden soll, die für die FBH viel zu hohen VL-Temperaturen für das Brauchwasser zu benutzen?

    Wenn das Haus lediglich eine Normheizlast von 7 kW (bei -12°C) hat, dann ist mit einem Abbrand des GO das Haus schnell mal überhitzt, vor allem wenn der Brauchwasserspeicher gerade erst von der WP aufgeladen wurde, oder aber alle Einzelraumregelungen (falls vorhanden) schalten ab und der Absorber wird seine Wäre nicht los...und dann?

    Ich würde in jedem Fall einen geeigneten Pufferspeicher einsetzen - die Kosten hierfür dürften für das ganze Projekt den Kohl nicht mehr fett machen!


    Gruß

    Oli

  • Hallo Oli,


    danke für den Hinweis. Wie sollte ich dann die Einbindung des Grundofens deiner Meinung nach vornehmen? Mit einem Mischer in den Vorlauf der FBH? Und die überschüssige Wärme in den Pufferspeicher?


    Der Grundofen soll so aufgestellt werden, dass er im EG ca. 80 qm2 direkt beheizen kann. Die verbleibenden 110 qm dann mittels der FBH. Wie groß sollte derPufferspeicher sein?


    Gruß Max

  • Hallo Max,


    letztlich ist da Herr Kern der Ansprechpartner, wenn es darum geht, welche Wärmemengen (auch im Verhältnis zur direkt abgegebenen Energie) über den Absorber angegriffen werden können. Dies in Verbindung mit der Heizlast ergäbe dann die benötigt Puffergröße. Für mich wäre wichtig, dass der GO die Balance schafft zwischen der direkt beheizten Wohnfläche und der Fläche, die über den Absorber beheizt wird. Nicht dass das Wohnzimmer immer noch zu kalt ist und das Schlafzimmer schon eine Sauna, oder eben andersherum.

    Da ist das A und O ist da eine saubere Berechnung aller Komponenten.


    Welche Rolle spiel denn die PV Anlage? Die ist reichlich groß und auch der Batteriespeicher ist riesig! Hast Du E-Autos?


    Gruß

    Oli

  • Hallo Oli,



    die PV Anlage und der große Speicher sind für eine möglichst große Autarkie gedacht. Die Umstellung eines unserer Diesel Fahrzeuge auf ein E-Auto ist ebenfalls geplant.



    Nach den neuesten Entwicklungen (EEG 2023) kann ich mir auch gut vorstellen, die Anlage in zwei Anlage aufzuteilen:



    Die eine Anlage mit 10 kwp mit dem Batteriespeicher könnte für den Eigenverbrauch und Überschusseinspeisung mit 8,2 cent je kwh aufgebaut werden. Und die andere Anlage, die je nach Lage der geplanten Dachfenster bis zu 8 kwp groß sein könnte, würde ich dann als volleinspeiser Anlage zu 13 cent je kwh auslegen.



    Die Heizlastberechnung habe ich erst vor einigen Tagen erhalten. Die Auslegung und Berechnung von Herrn Kern wird sicherlich in den nächsten Wochen erfolgen.



    Mich interessieren vor allem Erfahrungswerte über die effektivste Einbindung des Absorbers in den Heizkreislauf.



    Wie lange liefert der Grundofen welche Wassertemperaturen? Wie sieht die Wärmeabgabe über 8-12 Stunden aus?

    Ich habe hier im Forum mehrfach gelesen, dass der Grundofen ohne Puffer direkt in den Heizkreislauf eingebunden wurde. Wie genau wurde das realisiert mit welchen Erfahrungen?

    Falls ein Pufferspeicher betrieben wird, wie groß sollte dieser sein?

    Der Speicher soll nur für das Heizungswasser verwendet werden, da ich ja noch eine Brauchwasserwärmepumpe plane. Reicht ein normaler Pufferspeicher aus oder macht ein Schichtenspeicher mehr Sinn?



    Fragen über Fragen ?(



    Vielen Dank schon mal.



    Gruß Max

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