Hilfe: die Maße stimmen nicht

  • Hallo,

    ich habe einen Bausatz bekommen, der Ziegel für die Außenhülle enthält (Ofen wird geputz, d.h. keine Kacheln).

    In der Planung wurden mit 50mm für die Stärke der Außenhülle gerechnet. Leider sind die Steine 10% dicker, d.h. die Ziegelsteine besitzen tatsächlich eine Dicke von 55mm.

    Einschränkend kommt hinzu das der Grundofen an der Stelle eines Heizkamins errichtet werden soll. Damit ist das Baufenster für den Grundofen im Fertigfußboden vorgegeben.

    Zu meinem Unglück wurde bei der Planung die Außenmaße (inkl. 1cm Putz) des vorherigen Heizkamins für die Planung des Grundofens verwendet, ohne daß der Putz berücksichtigt wurde.

    Da ich aber durch bautechnische Gegebenheiten (z.B. Fluchten) an daß Außenmaß des ehemaligen Heizkamins gebunden bin, hat sich der Inneraum nochmals verkleinert, so daß die Züge die Außenhülle berühren.


    Insgesammt fehlen somit 3-4cm im Innenraum.


    Ist die Abweichung um 10% bei den Ziegelsteinen normal? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.

    Mir schaudert davor 250 Ziegelsteine auf 50mm zu trimmen.


    Aber wie gehe ich mit den anderen fehlenden Zentimeter um?


    Die Züge kann ich nicht kürzen, da der Rauchgasanschluß am Schornstein nach Vorgabe des Planers bereits errichtet wurde.


    Habt ihr eine Idee?


    VG, Oliver

  • Hallo

    Eigentlich ganz einfach:

    Der Einbauraum ist offenbar sakrosankt und kann nicht verändert werden. Also was da rein muss, muss angepasst werden. Entweder Sie machen das selber (Steine schneiden) oder retournieren das Material. Auf jeden Fall ist die Planung anzupassen. Die 2 oder 3 cm weniger dürfte die Berechnung nicht unbrauchbar machen.

    Den Spalt zwischen dem Innenausbau und dem Mantel kann man sicher auf ein Minimum von 1 cm reduzieren. Beim Aufbau ist dann halt darauf zu achten, dass der Spalt nicht mit Mörtel gefüllt wird: Tuch einlegen, mir dem der hervorquellende Mörtel entfernt werden kann.

    Gehen Sie davon aus, dass dies bei einem Selbstbau nicht die letzte Knacknuss sein wird. Ganz am Ende haben Sie die Genugtuung, alle Widrigkeiten beseitigt zu haben .... niemand anderes als Sie selber.

  • Hallo Robert,

    danke für die Antwort.


    Leider ist es so, daß die horiz. Breite Züge (von Hafnerprogramm berechnet) dazu führt, das nun die Züge innerhalb der äußeren Hülle liegen.

    Daraus folgt, daß die horizontalen Züge (6 von 14) in ihrer Breite gekürzt werden müssen. Damit verringert sich aber auch die gesammte Länge der Züge. Dies hat zur Folge, daß sich der Wirkungsgrad (81% wurden errechnet) verringert. Meine Befürchtung ist, daß der Wirkungsgrad durch die Einkürzung dann unterhalb der geforderten 80% liegt. In Diesem Fall kann der Grundofen nicht zugelassen werden. Ist dies so?

  • Hallo Oliver

    Die Gesamtzuglänge verkürzt sich um 5 bis maxi 10cm ....wenn ich richtig verstanden habe. Natürlich reduziert sich der rechnerische Wirkungsgrad. Es ist erfreulich zu hören, dass der Ofen berechnet wurde. Ist ja nicht selbstverständlich! Dank dieser vorhandenen Berechnung ist es doch nun ein Leichtes mit einem minimalen Aufwand von ein paar Minuten den Wirkungsgrad mit der reduzierten Zuglänge zu rechnen. Und vielleicht bietet sich sogar dank der Berechnung eine Kompensationsmöglichkeit. In der Praxis ist es kaum von Bedeutung, ob der Ofen 81% oder 80% Wirkungsgrad hat.

    Gruss Robert

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!