Neubau mit Grundofen und Absorber - Überlegungen

  • Hallo Forum .

    Nach längerem lesen im Forum möchte ich meine Überlegungen zu unserem Neubau zur Diskussion stellen.


    Wandaufbau 17 cm Holzmassiv + 15 cm Holzfaser U 0,19

    Fussboden Beton 20cm mit 12 cm Holzfaser und 12 cm Hartschaum unter Bodenplatte U 0,17

    Dachaufbau mit 24 cm Holzfaser + 3,5cm Holzfaser U 0,16

    3-fach Fenster

    Luftwechsel 0,5 h

    Delta T 33,5 +22° Rt -11,5° At

    Heizlastberechnung bei Normaussentemperatur -11,5° ca 7 Kw (selber gerechnet mit der Aussenfläche und den Werten von oben )


    Fussboden mit Holzdielen und Decke mit 2,7cm Holz ( das heisst alle Aussenflächen sind mit Holz verkleidet) - soll sich nicht so kalt anfühlen wie Mineralische Materialien


    Heizung mit Grundofen und Absorber ( ohne Puffer)

    Brauchwasserwärmepumpe mit Tauscher zum Absorberanschluss zum Unterstützen im Winter ( wenn noch Wärme übrig sein sollte)

    Wandheizung an Innenwänden mit Kupferregister und Lehm ausgelegt für VL/RL 45/35°

    Schornsteinhöhe bei 0,5m über Dach wäre 5,7m , hw bei 1.7m höhe verbindungsstück also 4 m min. , Schornstein kann noch höher gebaut werden falls nötig ,

    welche Bauart wäre am besten für den GO : nur Mantelsteine aus Ziegelsplittbeton (preiswerter ) oder 3-schalig mit Dämmung ? Querschnitt und hw natürlich nach endgültiger Berechnung

    anbei den Grundriss mit Platz für den GO

    Im Nördlichen Teil Küche/Essz. / Wohnz. bis First offen ( ca 4,8m ) , Rest normale Decke RH 2,6m


    Ich freue mich auf eine Konstruktive Disskusion

    Grundriss005.pdf


    Gruss Markus

  • Im Prinzip geht das schon so zu machen.

    Wichtig ist dass die Wärmepumpe (Luft-Wasser) in die Heizung integriert ist.

    Auch ist ein Pufferspeicher notwendig und auch vorgeschrieben. Allerdings muss der nicht groß sein.

    Der Schormstein könnte in dem Fall tatsächlich als einfacher gemauerter Schornstein ausgeführt werden.

    Bleibt nur noch die Frage der Verbrennungsluftzuführung.

    Wenn das Haus noch nicht gebaut ist sollte eine Luftleitung unter die Bodenplatte gelegt werden.

  • Hallo Herr Kern.

    Mit der Wärmepumpe habe ich mich vielleicht nicht genau genug ausgedrückt.

    Es soll eine Brauchwasserwärmepumpe (also ein kleiner Speicher mit 190 oder 260 Liter mit eingebauter Wärmepumpe nur für Brauchwasser) eingebaut werden.

    Der Grundofen soll die alleinige Wärmequelle sein, und wenn genug Wärme vom Absorber übrig ist den Speicher mittels Rohrschlange erwärmen, um die Wärmepumpe im Winter (Wirkungsgrad nicht so toll) zu entlasten. Die KWh Holz ist viel günstiger als Strom, daher lieber etwas mehr heizen.

    Absorber benötigen wir aufgrund des Hausgrundrisses sowieso, also ist es kein so großer Finanzieller Aufwand mehr. Solar macht bei unserer Lage ( hohe Bestandsgebäude um unser Grundstück , Tallage mitunter auch etwas neblig ) zumindest im Winter keinen Sinn.

    Wir sind uns bewusst, das wir in Abwesenheit keine Heizung haben, sind aber im Winter noch nie länger als einen Tag weggewesen.

    Ein Grundofen mit 18 kg/8h also 7,9 Kw bei 85% Wirkungsgrad sollte normalerweise genug Wärme zur Brauchwasserunterstützung liefern.

    Heizlast 7Kw (alle Zimmer mit 22° gerechnet, Schlafzimmer und Gast/Arb. sind aber kälter) . Aktuelle Temperatur Tags ca -4° nachts ca -15° sind sehr selten. ( nur alle paar Jahre )

    Zur Verbrennungsluft : unterm Grundofen ist ein Keller / Lagerraum ( wird gerade betoniert ), mit Fenster. Wäre also Raumluftunabhängig möglich.

    Luftzufuhr aus Wohnraum wäre uns lieber, siehe ihren Beitrag :

    Grundofen Luftversorgung (Aussenluft / Raumluft)

    1-96561f6fa3222a984c3c09e4c26b10f5613b6fc5.jpg
    Theo Kern
    Meister

    Beiträge2.087Blog-Artikel1Bilder130

    Nun noch mein Senf dazu.


    Was ist besser, Raumluft oder Außenluft.


    Kommt darauf an.


    Im dichten Neubau wird es in den meisten Fällen auf einen Außenluftanschluss hinauslaufen.

    Ist die Kubatur allerdings groß genug kann man auch hier Raumluft verwenden.

    Im älteren Bau ist, wenn die Kubatur ausreichend groß ist, die Verwendung von Raumluft normal.


    Energetisch betrachtet ist die Verwendung von Raumluft sinnvoll. Wir verbrauchen dabei zwar bereits aufgeheizte Luft. Dadurch wird allerdings die Feuerraumtemperatur entsprechend höher. Dadurch kommt diese Energie, zumindest teilweise, wieder zurück.

    Durch die Verwendung von Raumluft wird aber zusätzlich auch ein, ohnehin nötiger, Luftwechsel vorgenommen. Der Ofen ersetzt also teilweise die Lüftung.


    Nehmen wir also, ohne Not, die Außenluft als Verbrennungsluft, müssen wir mehr lüften. Dadurch geht die bereits aufgeheizte Raumluft ebenfalls verloren.


    Unterm Strich:


    Raumluft wenn möglich

    Außenluft wenn nötig

    Theo L. Kern


    Wir haben ca 390 m* Raumvolumen und würden bei 18 kg ca 180 m*/h Verbrennungsluft brauchen, wird wohl knapp werden ?

    Gruss Markus PS. : wie kann man einen Beitrag verlinken ? hab den kopiert und eingefügt

  • Sie haben sich schon richtig ausgedrückt, es geht allerdings nur so wie ich das beantwortet habe.


    Der Grundofen mit Absorber könnte zwar, darf aber nicht, der zentrale Wärmeversorger (Zentralheizung) sein.

    Er darf das deswegen nicht weil er dann den gleichen Bestimmungen unterliegen würde wie z.B. ein Holzvergaserkessel inkl. der Nachmesspflicht.

    Er würde also alle zwei Jahre vom Schornsteinfeger durchgemessen.

    Beim Nichtbestehen der Prüfung muss am Holzvergaserkessel die Einstellung nachgeregelt oder ein Ventil oder was auch immer getauscht oder gemacht werden.

    Im schlimmsten Fall muss ein neuer Kessel eingebaut werden.


    Beim Grundofen ist das aber so dass hier nicht viel justiert und gemacht werden kann.

    Daher wird es niemandem einfallen den Grundofen als Zentralheizung zu bauen.


    Da ändert ja nichts daran dass der Grundofen, entsprechend ausgelegt, den weitaus größten Teil der Heizleistung tragen kann.

    Eine zusätzliche Heizung muss allerding vorhanden sein, auch um für eine Abwesenheit im Winter gerüstet zu sein.


    Die Luft-Wasser Wärmepumpe eignet sich hierfür sehr gut weil Sie verhältnismäßig preiswert ist und sehr günstig das Brauchwasser außerhalb der Heizsaison erzeugen kann.

    Zu heizen hat sie nicht viel, hier stemmt der Grundofen die Hauptlast.


    Zitieren geht ganz einfach mit der Zitierfunktion,

  • Hallo Herr Kern.

    Verschiedene Beiträge im Forum haben mich zur Annahme verleitet, dass man ein Haus nur mit dem Grundofen heizen darf.


    Zum Beispiel der Beitrag von J.W.



    J.W.
    Anfänger

    Beiträge2

    Wir haben letztes Jahr ein Massivholzhaus (25cm Massivholzwand, 10cm Holzweichfaser) bezogen, welches ausschließlich mit einem Grundofen von Keramikart, der über zwei Geschosse geht, beheizt wird.

    Insgesamt 123qm Wohnfläche.

    Berechnung Herr Kern, Aufbau Herr Maresch.


    Grundofen steht mittig im Haus, nur Bad und ein Schlafzimmer hat keine Abstrahlfläche. In diesen Räumen merkt man schon einen Temperaturunterschied.


    In der Heizperiode ca. 22 Abbrände pro Monat mit je 16kg.

    Durchschnittstemperatur im Haus war 21-23 Grad.


    Oder gilt das nur ohne Absorber ? Vielleicht wurde auch nicht geschrieben das noch eine Zusatzheizung vorhanden ist, oder ist es eine neue Vorschrift ?

    Sie schreiben auf Ihrer Homepage beim Grundofen : Das natürlich auch mit Absorber als Heizungsunterstützung oder Hauptheizung.

    Bin jetzt etwas verwirrt.



    1-96561f6fa3222a984c3c09e4c26b10f5613b6fc5.jpg
    Theo Kern
    Meister

    Beiträge2.091Blog-Artikel1Bilder130

    @ J.W.


    Na das ist nun aber mal eine Ansage.


    22 Abbrände mit je 16kg Holz entsprechen, bei dem hohen Wirkungsgrad Ihres Ofens (wenn ich Sie richtig verorte) ca. 1270kWh/ 720h/Monat eine Heizlast von knapp 2kW.

    Das ist ein super Wert.

    Da kann man es leicht verschmerzen wenn man im Bad ein wenig zuheizen muss.

    Aber auch das hätte man, mit einem Absorber, mitheizen können.


    Es zeigt sich, in der Praxis, immer wieder dass Massivholzhäuser in der Wirklichkeit eine geringere Heizlast haben als die Berechnungen hergeben.


    @ sonicer


    Klar dürfen Sie das Haus komplett mit einem Grundofen beheizen.



    Haben Sie Erfahrung um wieviel die Heizlast bei einem Holzhaus geringer ist ? Oder gibt es spezielle Werte mit denen man ein Holzhaus rechnen kann ?

    Der U-Wert allein nach Bauteilaufbau stimmt offensichtlich für ein Massives Holzhaus nicht.

    P.S. wie kann ich einen Text aus einem anderen Beitrag zitieren ? Wenn ich auf die Zitierenfunktion gehe, dann gilt das nur für den anderen Beitrag, ich möchte den Text aber in meinem Beitrag haben. Entschuldigen Sie bitte meine Unwissenheit, ist mein erstes Forum und mit dem Computer kenn ich mich nicht so gut aus.

    Gruss Markus

  • Das war 2012, seither hat sich vieles geändert.


    Haben Sie Erfahrung um wieviel die Heizlast bei einem Holzhaus geringer ist ? Oder gibt es spezielle Werte mit denen man ein Holzhaus rechnen kann ?

    Der U-Wert allein nach Bauteilaufbau stimmt offensichtlich für ein Massives Holzhaus nicht.

    P.S. wie kann ich einen Text aus einem anderen Beitrag zitieren ? Wenn ich auf die Zitierenfunktion gehe, dann gilt das nur für den anderen Beitrag, ich möchte den Text aber in meinem Beitrag haben. Entschuldigen Sie bitte meine Unwissenheit, ist mein erstes Forum und mit dem Computer kenn ich mich nicht so gut aus.

    Gruss Markus

    Zitierfunktion nutzen und alles was man nicht zitieren möchte einfach löschen.


    Nein, belastbare verbindliche Erfahrung hat da niemand.

    Es zeigt sich nur dass in den Häusern weniger geheizt werden muss als vorher angenommen.

    In Zahlen fassen kann ich das aber nicht.

  • Hallo Herr Kern.


    Dann müssen wir uns wohl noch eine andere Zusatzheizung einbauen.


    Gibt es Vorgaben, wie hoch der Anteil der Zusatzheizung sein muss? (Grundofen trotzdem mit Absorber und so ausgelegt, das er die Heizlast bewältigt)


    Vielen Dank

    Gruss Markus

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!